Was sind die Restorative Circles?

-Gerechtigkeit von Herzen-

Die Restorative Circles sind ein systemisches Konfliktlösungsmodell in Form von Kreisgesprächen. Gemeinschaften und Gruppen werden darin unterstützt, Konflikte konstruktiv anzugehen und aus diesen zu lernen. Ein Kreisgespräch ist ein unvergleichlicher Prozess, in den alle, die direkt oder indirekt mit dem Konflikt zu tun haben, einbezogen werden.

 

Sie sind für alle Konflikte zugänglich und in allen Lebensbereichen anwendbar und stehen allen Mitgliedern der Gemeinschaft zur Verfügung. Sie werden möglichst an die Bedürfnisse der Beteiligten und des Konfliktes angepasst. Die Beteiligten können sich auf Augenhöhe begegnen, sich gegenseitig hören, sich beginnen zu verstehen und so Die Menschlichkeit Des Anderen erfahren.

Dies ist die besondere Voraussetzung dafür, dass Lösungen für Konflikte gefunden werden können. die Bedürfnisse aller Beteiligten werden berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Chance auf dauerhafte Verständigung.



Ein Kreisgespräch

ist ein Prozess, der Gemeinschaften und Gruppen darin unterstützt, Konflikte konstruktiv anzugehen und aus diesen zu lernen. Sie sind ein systemisches Konfliktlösungsmodell.

Sie sind ein Prozess, in den alle, die direkt oder indirekt mit dem Konflikt zu tun haben, einbezogen werden.

 

Damit eine Gemeinschaft von diesem Prozess profitieren kann, ist es wichtig, dass sie sich selbst als eine „Gemeinschaft“ sehen und erleben kann.


Der Prozess beginnt, wenn wir erkennen, dass alles, was dich betrifft, auch mich betrifft. In dem Moment können wir zusammenkommen und bewusst entscheiden, füreinander zu sorgen. Sie sind für alle Konflikte zugänglich und in allen Lebensbereichen anwendbar und stehen allen Mitgliedern der Gemeinschaft zur Verfügung. . Kreisgespräche stehen allen Mitgliedern der Gemeinschaft zur Verfügung und werden möglichst an die Bedürfnisse der Beteiligten angepasst ("Die Menschen sind wichtiger als die Methode“).

Kreisgespräche bringen alle Beteiligten eines Konfliktes in einem Kreis zusammen.

Das können Familienmitglieder, Freunde, Kollegen, Polizisten, Sozialarbeiter usw. sein.

Jeder kommt freiwillig, mit der Absicht, Verantwortung für das Geschehene und das Kommende zu übernehmen. Diese Absicht bringt den Prozess in Gang.


Der Gesamte Prozess eines Restorative Circles ist in Drei Kreise und einen Kreis für die Kreisbegleiter/Facilitatoren unterteilt.

 

1. Pre Circle / Vorgespräch

 

2. Main Circle / hauptkreis

 

3. Post Circle / Nachbesprechung.

 

Entscheidend in diesem Modell sind die Zusätzlichen Pre Circles für die Kreisbegleiter. Dort wird sichergestellt, dass die Kreisbegleiter ohne Beurteilungen oder Bewertungen über die Teilnehmer, den Prozess oder sich selbst in den Hauptkreis gehen.


Das eigentliche Kreisgespräch, innerhalb des Main Circles, besteht aus drei Phasen:

 

a) Gegenseitiges Verständnis:

Anwendung eines Dialogprozesses, der die Beteiligten darin unterstützt, gehört zu werden, um was es ihnen in dem Konflikt geht.

 

b) Eigenverantwortung:

Mitteilung der Beteiligten darüber, was in ihnen vorging, als sie sich zur Handlung entschlossen.

 

c) Handlungsplan:

Vereinbarung der nächsten Schritte, die die Beteiligten gehen möchten mit Zeitrahmen.

 

Die Facilitator (Kreisbegleiter) stellen sicher, dass sich die Menschen in ihrem Kreis “wirklich” verstanden “fühlen”. Sie unterstützen die oben genannten Phasen, um dann gemeinsame Lösungsansätze zu finden.

Es öffnet sich ein Raum, in dem die Beteiligten von den Kreisbegleitern darin  unterstützt werden, sich mit sich selbst, ihrer Empathie und den Anderen zu verbinden.

Der Wert der Kreisgespräche liegt im gesamten Prozess! Er dient allen Anwesenden und darüber hinaus der ganzen Gemeinschaft.

Kollektive Heilung durch kollektives Lernen!

 


Ziele der Kreisgespräche können sein

● bedeutsame Lernerfahrungen

● Empathiefähigkeit

● Dialogkultur

● Sicherheit und Schutz

● eine Verbesserung des sozialen Klimas

● Stärkung der Gemeinschaft 


Das Modell der Restorative Circles ist von Dominic Barter 1994 in Brasilien entwickelt worden. Es zeigt neue Wege zu Eigenverantwortung und Heilung auf.

2010 wurde Barter’s Arbeitsweise von der

“NESTA-Stiftung“ in Großbritannien ausgezeichnet. Sie zählte laut Bericht weltweit zu den „10 wirksamsten sozialen“ Projekten, die gleichzeitig den geringsten Einsatz von finanziellen Mitteln benötigen.